
Raeder Motorsport dominiert die Fronttriebler-Fraktion
Das Team aus Büren hat mit dem neu aufgebauten Audi TTS beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring das Maximale herausgeholt.
Nach der Klassen-Pole und Platz 2 in der 2. Startgruppe im Training gaben Elmar Deegener, Jürgen Wohlfarth, Christoph Breuer und Wolfgang Haugg auch während der 24h-Distanz den Ton.
„Um Mitternacht sind wir auf der ersten Bildschirmseite“ war die ungewohnt optimistische Prognose von Fahrzeugleiter Thomas Claas, der seine in Startphase übliche Nervosität diesmal scheinbar an Teamchef Martin Raeder abgegeben hatte.
Mit konstant schnellen Zeiten, aber ohne das Auto zu „überfahren“ konnte sich das Team bereits am Samstag Abend aus eigener Kraft den Top 20 nähern.
Während des ganzen Rennens griffen alle noch so kleinen Zahnräder ineinander – alles funktionierte nahezu perfekt. Manchem wurde fast schon Langweilig: Mechaniker Christoph Kusch wünschte sich schon am Freitag „mehr zu schrauben“ und Chefmechaniker Tim Hoff meinte in der Startaufstellung: „eigentlich kann ich ja jetzt nach Hause gehen...“. Fast hätte er recht behalten, aber eine kleine Ölspur am Galgenkopf schickte Elmar Deegener leicht in die Leitplanken. Der Stopp zur Kontrolle des Fahrwerks dauerte keine 5 Minuten. Nach der Entwarnung von Chef Niki Raeder ging es (mit leicht verstellter Spur) weiter Richtung Top 15.
Exakt dieser 15. Platz im Gesamtklassement war dann auch das Ergebnis am Sonntag Nachmittag um 15:00 Uhr. Souveräner Klassensieg, bester Fronttriebler, Platz 15! Und das alles mit wahrscheinlich weniger als einem Zehntel des Budgets der Werkskonkurrenz aus Rüsselsheim und Wolfsburg.
Ach ja, und mit dem Gesamtsieg hatte man auch noch was zu tun:
Hatte das Team den Kollegen der Schnitzertruppe in der Startaufstellung doch ein Stromaggregat für die Reifen-Heizdecken geliehen.
Glückwunsch nach München und Freilassing und vielen Dank an alle Beteiligten vom Catering bis zum Reifen-Support!
14.06.2010
Rennbericht zum 38. ADAC Zurich 24h Rennen Nürburgring
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